Pop-Oratorium 2018 – Erste Probe in HH

Das erste regionale Probenwochenende für das Pop-Oratorium „Ich bin“ fand am 10. und 11. März mit ca. 800 jugendlichen Sängerinnen und Sängern in Hamburg statt.

Nach Monaten der der Vorbereitung und Planung war es endlich soweit: Probenauftakt für den großen Jugendchor zum Pop-Oratorium „Ich bin – Jesus in Wort und Wundern“! Jugendliche aus ganz Norddeutschland wurden für das Wochenende in Gastfamilien in und um Hamburg untergebracht und auch wir aus dem stader Bezirk machten wir uns am Samstagmorgen mit ca. 50 Jugendlichen auf den Weg zum ersten Proben-Wochenende in Hamburg-Eppendorf. Schon bei den ersten Aufwärmübungen kam das Gänsehautfeeling zurück und die Begeisterung in einem so großen Jugendchor mit ca. 800 Jugendlichen zu singen steckte wohl jeden an, der dabei sein konnte. Und dann das erste Stück aus dem Oratorium selbst: „Es lebt ein Volk in Dunkelheit“. Gerrit Junge, der erneut als Dirigent und musikalischer Leiter für das Projekt verantwortlich ist, holte schon hier  Emotion und Stimmung aus dem Chor heraus und so ging es auch weiter. Bis Sonntagnachmittag wurde fleißig geprobt und die Musik sowie die Texte in Verbindung mit einer ganz besonderen Atmosphäre und dem Gefühl ein kleiner aber bedeutender Teil von etwas ganz großem zu sein führten dazu, dass die vielen hundert Jugendliche schon hier zu einem Chor zusammengeschweißt wurden.

Gottesdienst am Samstagabend

Am Samstagabend konnten wir dann mit Apostel Falk einen Jugendgottesdienst feiern. Da die ganze Gemeinde aus dem Jugendchor bestand wurde dieser auch ganz besonders durch die Musik geprägt. Von der Band mit Schlagzeug und E-Gitarre begleitet tauchten wir in den Gottesdienst ein, der unter dem Bibelwort aus Apostelgeschichte Kapitel 12, Vers 7 stand: „Und siehe, der Engel des Herrn kam herein und Licht leuchtete auf in dem Raum; und er stieß Petrus in die Seite und weckte ihn und sprach: Steh schnell auf! Und die Ketten fielen ihm von seinen Händen.“

Apostel Falk führte zunächst lebhaft vor Augen wie absurd sich die Aufforderung des Engels für Petrus anhören musste, da er wusste, wie er bewacht und gesichert war. Dennoch sei Petrus einfach aufgestanden ohne zu zweifeln. Doch was könne so ein Gefängnis für uns heute bedeuten? Der Apostel übertrug das Bild auf die Ortsgemeinde. Manchmal so Apostel Falk fühle man sich als einziger junger Mensch in der Gemeinde an einem Mittwochabendgottesdienst bei einer langweiligen Predigt und nach einem anstrengenden Schul- oder Arbeitstag auch wie in einem Gefängnis. Und andere Menschen bestätigten uns noch in diesem Denken nach dem Motto: Was soll der ganze Quatsch eigentlich? Doch wenn wir uns dann bewusst machten, dass Gott höchstpersönlich – zwar durch unvollkommene und unausgebildete, die ihren Dienst aber eben ehrenamtlich und in einem tiefen Glauben zu Gott ausführten  – mit uns spricht, dann bekämen wir eine andere Sicht auf die Dinge. Dann werde ein auf den ersten Blick unbedeutender Satz plötzlich zu einem Impuls, der uns im Leben und Glauben weiterführen könne. Dann würde man den Gottesdienst plötzlich auf sich selbst beziehen. Dann könne man zwischen den Zeilen lesen. Dies so Apostel Falk bedeute es aufzustehen, auch wenn die Situation auf den ersten Blick absurd erscheine. Aufstehen bedeute aber auch seinen nächsten zu lieben entgegen mancher Strömungen der Zeit. Gott liebe alle Menschen und er wolle niemals Trennung, Gewalt oder Ablehnung. Dabei sei es wichtig nicht zwischen täglichem Leben und Glaubensleben zu unterscheiden. Unser Glaube spiele sich in unserem Leben ab nicht nur am Sonntagmorgen. Es sei wichtig auch hier aufzustehen und seinen Glauben mit in den Alltag zu nehmen. Fallen euch noch weitere Gedanken zum Gottesdienst ein? Dann schreibt uns doch hier eine Nachricht mit den Impulsen, die euch besonders angesprochen haben ;-)

Übernachtung in Stade

Da auch bei Geschwistern aus der Gemeinde Stade einige Jugendliche von weiterher übernachtet haben, entstand Samstag die Idee den Tag in Stade noch gemeinsam ausklingen zu lassen. So versammelten sich noch 28 Jugendliche für 2 Stunden bei KJ. Einige brachten Getränke mit, schnell wurden noch einige Leckereien zusammengestellt, Camping-Stühle organisiert und die Eindrücke des Tages gemeinsam verarbeitet.

Wie es weitergeht:

In den nächsten Wochen finden für alle Teilnehmer aus dem stader Bezirk kleine interne Chorproben statt. Dann findet am Himmelfahrtswochenende (11.-13. Mai) ein großes Generalproben-Wochenende in Göttingen statt. Dort wird der Chor dann erstmals auch aus den 3 großen Regionalproben (Hamburg, Hannover, Leipzig) zusammengesetzt. Aufgeführt wird das Pop-Oratorium im Rahmen des Jugendtages in Leipzig am 16. Juni. Die Anmeldung und Infos zum Jugendtag findet ihr hier.